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    Gesund reisen in Ecuador

    Für einen Urlaub in Ecuador besteht zurzeit keine Impfpflicht, wenn Sie aus Deutschland einreisen. Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber muss jeder, der älter als 12 Monate ist, mit dem Original-Impfpass nachweisen, wenn er aus einem Gebiet einreist, wo Gelbfieber verbreitet ist. In Lateinamerika betrifft das z.B. Brasilien, Peru, Bolivien und Costa Rica. Auch für eine Ausreise aus Ecuador in verschiedene Länder erfordert einen Impfnachweis. Diese Angaben unterliegen ständigen Veränderungen und sind daher unverbindlich.

    Bitte informieren Sie sich zusätzlich bei dem jeweiligen Auswärtigen Amt über die aktuellen Bestimmungen.

    In Ecuador werden Impfungen gegen DTP, Hepatitis A und Gelbfieber allerdings empfohlen. Für die tropischen Gebiete in Amazonien/Oriente ist die Einnahme von Malariatabletten ratsam. Sorgen Sie dafür, dass Sie vor Abreise Kontakt mit einer medizinischen Instanz aufnehmen, die mit dieser Sachlage vertraut ist, wie z. B. Ihr Hausarzt, Apotheker oder ein Tropeninstitut. Diese Angaben unterliegen ständigen Veränderungen und sind daher unverbindlich.

    Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des Instituts für Tropenmedizin der Charité in Berlin.

    Selbstverständlich können Sie während Ihrem Urlaub in Ecuador selber Vorsorgemaßnahmen treffen. Abends sollten Sie Kleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen tragen und evtl. ein Anti-Mückenmittel (beispielsweise mit dem Wirkstoff DEET) benutzen. Das gilt insbesondere für den tropischen Osten, den Norden und das Küstengebiet.

    Maßnahmen vor Ihrer Abreise

    Falls Sie Medikamente einnehmen und diese in größeren Mengen mitnehmen, sollten Sie vor Abreise darauf achten, dass Sie eine Bescheinigung Ihres Arztes einholen. Diese muss bestätigen, dass Sie die Medikamente legal einnehmen und bei sich tragen. Denken Sie daran, diese in ausreichender Menge mitzunehmen, da es vorkommen kann, dass Sie in den ecuadorianischen Apotheken ein bestimmtes Medikament nicht vorrätig ist.

    Tragen Sie eine Brille oder Kontaktlinsen, dann denken Sie daran eine Ersatzbrille und ein extra Paar Linsen mitzunehmen.

    Malaria

    Malaria kommt in Ecuador vor allem in den Küstengebieten vor, sowie an Orten unter 1500 Höhenmetern. Dies betrifft natürlich Amazonien/Oriente sowie die Küstengebiete. Die Gefahr in Quito, Otavalo oder am Cotopaxi an Malaria zu erkranken ist sehr gering und auch an vielen anderen Orten braucht man nicht zwingend eine Malariaprophylaxe einzunehmen. Ein Stand-by Mittel ist in den meisten Fällen ausreichend. Gute Vorsichtsmaßnahmen sind: Lange Kleidung und geschlossene Schuhe am Abend tragen, sowie ausreichend Anti-Mückenschutz auf freie Körperstellen auftragen. Falls Sie trotzdem gestochen werden und länger als 2 Tage an Durchfall und Fieber leiden, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen, um Malaria auszuschließen. Das gilt für bis zu 2 Monate nach Ankunft in Deutschland.

     

    Impfungen für eine Reise nach Ecuador

    Impfungen sind ratsam und müssen in den meisten Fällen bereits vor Abreise vorhanden sein, damit ein wirksamer Schutz besteht. Klären Sie dies mit einem Tropenmediziner oder auch Ihrem Hausarzt früh genug ab, um Ihre Reise mit gutem Gefühl antreten zu können. Impfungen für eine Reise nach Ecuador gegen DTP (Diphterie, Tetanus und Polio: 10 Jahre anhaltender Schutz) und Hepatitis A sind zu empfehlen. Eine Impfung gegen DTP haben die meisten Menschen in Ihrer Jugend bekommen und muss eventuell nur aufgefrischt werden. Eine Hepatitis A Impfung muss zweimal innerhalb von 14 Tagen verabreicht und dann noch einmal ein Jahr später wiederholt werden. Eine eingeschränkte Schutzfunktion bietet Gammaglobulin, die die Widerstandskraft des Körpers erhöht und somit eine Hilfe gegen jede Art von Krankheiten ist. Dies wird bei kürzeren Aufenthalten in gefährdeten Tropengebieten oftmals geraten.

    Dengue

    Auch diese Erkrankung wird durch Mücken übertragen und kann somit durch dieselben Vorsorgemaßnahmen wie Malaria vorgebeugt werden. Gegen Dengue Fieber gibt es zur Zeit keine Impfung. Im Gegensatz zu Malaria-Mücken stechen die Dengue-Mücken vor allem tagsüber oder im künstlichen Licht und kommen meist an stillstehenden Gewässern auf dem Flachland vor. In größeren Höhen müssen Sie sich daher nicht allzu sehr darum sorgen.

    Informationen finden Sie in einem Artikel über das Dengue-Fieber im Magazin Apotheken-Umschau

    Zika Virus

    Der Zika-Virus wird von Stechmücken übertragen und geht mit Grippe-ähnlichen Symptomen sowie Hautausschlag oder Entzündungen der Augenbindehaut einher. In einigen wenigen Fällen ist bei Neugeborenen eine geistige Behinderung aufgetreten, wenn die Mutter zuvor am Zika-Virus erkrankt war. Der ursächliche Zusammenhang ist zwar nicht eindeutig bewiesen, dennoch sollten Schwangere auf nicht unbedingt nötige Reisen in die betroffenen Gebiete, besonders die tiefer gelegenen Regionen wie die Pazifikküste oder der Dschungel, verzichten. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten des Auswärtigen Amts.

    Maßnahmen während Ihrer Reise

    Jet Lag

    Jet Lag wird hervorgerufen durch die Zeitumstellung während des Fluges, sobald man mehr als 3 Zeitzonen durchreist. Die ersten Tage in Ecuador muss Ihr Körper sich erst an die Umstellung und an den neuen Biorhythmus gewöhnen. Um dem Jetlag ein wenig entgegen zu wirken, sollten Sie im Flugzeug nur wenig Koffein und Alkohol trinken und während der ersten Tage nicht zu viel essen. Falls Sie sehr müde sind, legen Sie sich ein Stündchen hin und versuchen Sie dann bis zum frühen Abend wach zu bleiben.

    Diarrhoe

    Die Umstellung der Tages- und Nachtzeit, das Klima und natürlich die Ernährung kann die Verdauung durcheinander bringen. Solange die Erkrankung sporadisch und ohne Begleiterscheinungen auftritt, müssen Sie sich keine Sorgen machen. Gehen Sie alles in Ruhe an, trinken Sie genug Wasser und essen Sie leichte Kost. Eventuell können Sie mit ein paar Kohletabletten vorsorgen und auch Elektrolyte einnehmen. Dies ist besonders für Kinder wichtig.
    Achten Sie immer auf die Qualität des Wassers, welches Sie am besten nur in abgekochter Form (Kaffee oder Tee) trinken sollten. Vermeiden Sie außerdem Eiswürfel in Getränken.

    Sonnenbrand

    In den Sommermonaten brauchen Sie immer eine Kopfbedeckung und Sonnenschutzcreme, insbesondere in den Anden (z.B. Cotopaxi), am Meer (z.B. Puerto Lopez), im Amazonasgebiet, sowie auf den Galapagos Kreuzfahrten. Trinken Sie stets genügend Wasser, um einer Überhitzung des Körpers zu vermeiden.

    Hautschutz

    Nehmen Sie kleinere Verletzungen in den Tropen ernst. Desinfizieren Sie die Wunden und geben eventuell etwas Heilsalbe darauf. Wunden können sich schnell entzünden und sollten daher sofort behandelt werden. Pflaster im Handgepäck sind ratsam. Kratzen Sie Mückenstiche nicht auf und verwenden Sie stets Mückenschutzcreme, insbesondere am Abend. Tragen Sie auch nicht zu viel Parfum oder Aftershave auf, denn das lieben die Mücken geradezu.

    Maßnahmen nach Ihrer Reise

    Falls Sie bis zu 2 Monate nach Ihrer Ankunft schlimme Durchfälle, Fieber oder anderen Erkrankungen auftreten, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen und sich durchchecken lassen. Geben Sie Ihrem Arzt ausreichend Informationen über die Art der Reise und die Plätze die Sie besucht haben, damit dieser eine genaue Diagnose stellen kann.