Mal eben die Familie anrufen...

Wussten Sie das? Allgemeine Informationen über Ecuador

Beste Reisezeit: Im Prinzip können Sie Ecuador das ganze Jahr über besuchen. Dem Lonely Planet zufolge ist die einzig sichere Wettervorhersage in Ecuador, dass das Wetter sich nicht vorhersagen lässt. Wegen der Lage am Äquator sind die Wetterunterschiede im Laufe des Jahres nicht so groß. Allerdings kann das Klima je nach Gebiet sehr unterschiedlich sein. In den Anden ist es immer ein wenig wie im Frühling, mit kalten Nächten und meistens warmen und sonnigen Tagen. Die Küste und der Dschungel sind tropisch warm.
Zeitunterschied: Im Sommer ist es in Ecuador 7 Stunden früher als bei uns und im Winter 6 Stunden früher.
Internet: Überall, auch in den kleinsten Dörfern, gibt es Internetcafes. E-Mails Checken ist hier also kein Problem, auch wenn die Verbindung oft langsam ist. Die Computer in den kleineren Orten sind oft ältere Modelle, und wenn Sie Fotos uploaden möchten, sollten Sie sich entsprechend Zeit nehmen. Das kann unter Umständen den ganzen Nachmittag dauern.
Telefonieren: In den meisten Orten gibt es Centros de Llamadas, hier können Sie immer telefonieren. An so gut wie jeder Straßenecke gibt es Telefonzellen, die mit Münzen und Telefonkarten funktionieren. Telefonkarten können Sie in kleinen Geschäften und bei Straßenständen kaufen. Oft wird es ziemlich teuer, wenn Sie mit Ihrem eigenen Handy telefonieren. Wir haben uns deshalb eine lokale SIM-Karte gekauft, um billiger telefonieren zu können. Die größten Provider sind in Ecuador Alegro, Movistar und Porta. Am billigsten telefonieren Sie nach Hause von einer Filiale der Andinatel oder Pacifictel aus.
Post: Wenn Sie eine Postkarte nach Hause schicken möchten, geht das mit der Post. In so gut wie jedem Dorf gibt es ein Postamt, aber von einer größeren Stadt aus geht es schneller. Am besten erledigen Sie das gleich am Anfang Ihrer Reise, denn die Post nach Deutschland braucht mindestens zwei Wochen.
Strom: In Ecuador beträgt die Spannung 110 Volt, anders als bei uns. Sie brauchen Stecker mit zwei flachen Stiften. Nehmen Sie darum einen Adapter mit, wenn Sie Ihre Kamera oder Ihr Handy aufladen wollen.
 

Geschichte in Kürze

Ecuador ist ein Land mit einer überwiegend spanischen Vergangenheit. Die ersten Spanier landeten im Jahre 1526 in Ecuador. Vor der Eroberung wurde das Land von den Inkas bewohnt, die ursprünglich aus Peru stammten. Etwa ein Jahrhundert lang hatten die Inka hier die Vorherrschaft. Die Kolonialherrschaft und Unterdrückung dauerte bis zum Jahre 1822, dann wurde das Land von der spanischen Herrschaft befreit. Auch heute noch geben die gotischen Paläste und Kirchen in den Städten und Dörfern Zeugnis von der kolonialen Vergangenheit des Landes. Und natürlich ist die offizielle Landessprache Spanisch. Seit der Unabhängigkeit waren die Zeiten politisch turbulent, gekennzeichnet durch schnelle Regierungswechsel. Der heutige Präsident, der im Jahre 2006 gewählt wurde, ist der Nationalist Rafael Correa. Während Ihrer Reise werden Sie ihn bestimmt an großen Plakatwänden im ganzen Land sehen.

Die Bevölkerung Ecuadors besteht wie im Nachbarland Peru zum größten Teil aus Menschen mit einer Mischung aus indianischem (Inka) und weißem (spanischem) Blut, die auch Mestizen genannt werden. Sie bilden etwa 65 % der Bevölkerung. Trotzdem ist Ecuador vor allem bekannt wegen der Andenindianer, die in den Bergen leben und 25 % der Bevölkerung ausmachen. Der Rest kommt von überall und nirgends und hat europäische, asiatische und afrikanische Wurzeln. Sie leben in Städten wie Quito, Quenca und Guayaquil, wo ihr Einfluss sich in den Restaurants und Geschäften bemerkbar macht.
Spanische Einflüsse aus der Vergangenheit

Sprache und Kultur

Die offizielle Landessprache Ecuadors ist Spanisch. Aber in den verschiedenen Provinzen wird auch eine Mischung aus Dialekten und einheimischen Sprachen wie Quichua gesprochen. Man diskutiert gerne, und das mit Leidenschaft. Spanisch ist hier leichter zu verstehen als in Spanien (wenn Sie Spanisch sprechen), denn man spricht hier langsamer. Mit Englisch kommen Sie nicht so weit, denn nur wenige Ecuadorianer sprechen es. Zum Glück lernen Sie schnell einige Grundwörter. Es ist praktisch, ein wenig Spanisch zu sprechen, sodass Sie sich im Bus mit Ihrer Nachbarin unterhalten oder auf dem Markt feilschen können. Sie können in Quito auch einen kurzen Spanischkurs machen. Hier einige spanische Wörter, die wir uns gemerkt haben:
hola = hallo
buenos dias = guten Morgen
como estas? = wie geht’s?
bien = gut
gracias = danke
por favor = bitte
adios = auf Wiedersehen
gringo = Ausländer

Essen und Trinken

Grundsätzlich besteht so gut wie jede Mahlzeit in Ecuador aus Reis mit Fleisch oder Fisch, meistens nicht scharf gewürzt, und manchmal ist der Geschmack ein wenig fade. Meistens bekommen Sie einen Salat dazu und in jedem Restaurant steht ein Glas Aji auf dem Tisch. Gehen Sie sparsam mit dieser wirklich scharfen Soße um. Beinahe überall bekommen Sie für ein paar Dollarcent frisches Obst, Milchshakes und süße Obstsäfte. In den Hotels wird oft ein westliches Frühstück serviert: Toast mit Butter und Marmelade und dazu ein Ei. Einer der schönsten Teile einer Reise ist, so meinen wir, die Entdeckung der lokalen Küche. Die Spezialität des Landes sind 'Llapingachos', eine Art Kartoffelpuffer mit geschmolzenem Käse. Empanadas de pollo oder queso sind mit Käse oder Huhn gefüllte Teigtaschen, ein leckerer Snack für unterwegs. 'Platanos', oder auch Kochbananen, sind ein fester Bestandteil der Mahlzeiten. Beim Frühstück, Lunch und Abendessen isst man sie gebraten oder frittiert.

'Jugos' sind frische Fruchtsäfte, die es eigentlich überall zu kaufen gibt und wirklich sehr gut schmecken. Ein weiteres bekanntes Lokalgetränk, 'Paico', wird aus Zitronen hergestellt und schmeckt ohne Zucker ziemlich sauer. An Straßenständen und in Restaurants wird 'Naranjilla' serviert, ein süßes Obstgetränk, das nach Orange, Zitrone und Pfirsich schmeckt. Also an Obstsäften mangelt es hier nicht.
Wir empfehlen Ihnen, immer Mineralwasser (Agua Purificada) zu kaufen und kein Leitungswasser zu trinken. Bier und Erfrischungsgetränke werden an Straßenständen, in Geschäften und Hotels verkauft. Café Negro ist schwarzer, nicht so starker Kaffee aus löslichem Kaffeepulver. Wenn Sie Milchkaffee bestellen, wundern Sie sich nicht, wenn man Ihnen einen Becher Milch mit einem Tütchen Kaffeepulver gibt.

Sicherheit

Ecuador ist ein südamerikanisches Land und dieser Kontinent hat in dieser Hinsicht keinen guten Ruf. Wir haben Ecuador allerdings als ein sehr freundliches und relativ sicheres Land für Individualreisende kennengelernt. Es gibt natürlich mehr Kriminalität als in Deutschland, aber wenn Sie sorgfältig auf die Ratschläge der Einheimischen und unseres Partners achten und sich nicht zu sorglos verhalten, können Sie hier nach wie vor sicher reisen. Geld, Reisepass und Wertpapiere können Sie am besten im Safe des Hotels deponieren. Fast alle Hotels, mit denen erlebe-ecuador zusammenarbeitet, haben einen Safe im Zimmer oder an der Rezeption. Wenn es keinen Safe gibt, können Sie Ihre Wertgegenstände in einem abschließbaren Koffer oder Tasche in Ihrem Zimmer aufbewahren. Sie können sie auch in einer Gürteltasche oder Portemonnaie unter Ihrer Kleidung tragen. Darin können Sie auch Geld, Bank- und Kreditkarte unterbringen. Wir empfehlen Ihnen, einige Kopien Ihrer Reisedokumente wie Reisepass, Flugticket, Bankkarte und Versicherungsunterlagen zu machen. Laden Sie diese in Ihr Email Postfach hoch, sodass Sie im Falle des Verlustes diese von überall abrufen lönnen oder hinterlassen Sie eine Kopie bei Ihrer Familie in Deutschland. Verstauen Sie die zweite Kopie in Ihrem Koffer und eine dritte in Ihrem Handgepäck. Sollten Ihnen die Original Dokumente abhanden kommen, helfen Ihnen die Kopien, die Anzeigeprozedur zu beschleunigen und Ersatzdokumente zu beantragen.

Ecuadorianer sind im Allgemeinen ehrliche Menschen. Aber auch hier gibt es Leute, die es mit Ihnen nicht so gut meinen. Wie in jeder Großstadt sollten Sie sich auch hier vor Langfingern und Taschendieben hüten. Passen Sie vor allem in öffentlichen Bussen gut auf Ihre Wertsachen auf. In den größeren Städten wie der Hauptstadt Quito, sollten Sie abends immer ein Taxi nehmen, statt alleine durch die Straßen zu streifen. Unser Motto: Seien Sie nicht zu misstrauisch! Es ist besser, etwas Materielles (also Ersetzbares) zu verlieren und das freundliche Ecuador zu genießen, als sich Ihre Reise durch übertriebenes Misstrauen verderben zu lassen. Also Vorsicht ist gut - Misstrauen muss nicht sein.

Ich gehe auf Reise und nehme mit…..

Auf einer Reise nach Ecuador nimmt man immer viel mit. Die Landschaft ist besonders abwechslungsreich, mit schneebedeckten Vulkanen, tropischem Dschungel und lebhaften Städten. So vielfältig wie das Land ist auch der Inhalt Ihres Gepäckes. Wir fanden es angenehm, hier mit einem Rucksack zu reisen. Sie reisen nämlich sowohl mit dem Bus, dem Schiff als auch mit einem Privatauto mit Fahrer. Sie sollten auch einen kleinen Tagesrucksack für Ihre Kamera und Wasserflasche bei sich haben, den Sie auf Ausflügen mitnehmen können.

Die Temperatur und das Wetter ist in Ecuador beinahe das ganze Jahr über gleich. Wir empfehlen Ihnen, für die höher gelegenen Gebiete wie den Cotopaxi und Quito gute Wanderschuhe und einen warmen Fleece-Pullover mitzunehmen. Auch waren für uns (neben T-Shirts und kurzen und langen Hosen) waren die folgenden Sachen unentbehrlich:
- Sandalen mit einem guten Profil und Badelatschen
- Badesachen für die Galapagos-Inseln und den Dschungel
- Sonnenbrille und Mütze/Cap zum Schutz vor dem grellen Berglicht
- Sonnenschutzcreme mit einem hohen Sonnenschutzfaktor (LSF 30+ - 50), denn Sie befinden sich auf großer Höhe, wo Sie schneller einen Sonnenbrand bekommen können
- Mückenschutzmittel
- Erste Hilfe Set
- Taschenlampe
- Mittel gegen Diarrhö
- Fernglas für Wanderungen im Dschungel oder zur Tierbeobachtung

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